Der Aufbau
Die Jugendarbeit erfolgt nach vier Altersstufen getrennt, jeweils in einer Buben- und Mädchenvariante. Man kann ab sechs Jahren Pfadfinder (in) werden, nach Volljährigkeit ist der Übergang zum Jugendleiter fließend. Alle Pfadfinderleiter arbeiten unentgeltlich und ehrenamtlich. Jeder Altersstufe (männlich/weiblich) steht je ein(e) Landesbeauftragte(r) zur Verfügung, der für die ordnungsgemäße Führung und Ausbildung verantwortlich ist. Für die Ausbildung steht ein Ausbildungsteam mit einem Ausbildungsleiter zur Verfügung. Für deren Ausbildung gibt es eine Art „Pfadfinderakademie“ (Waldschule), deren Abschluss weltweit anerkannt ist. Ohne Ausbildung ist Jugendarbeit nur befristet und unter Supervision möglich, der nächste Ausbildungskurs ist zwingend zu besuchen. Dies gewährleistet einen anerkannt hohen pädagogischen Standart und einen verantwortungsvollen Umgang mit den anvertrauten Kindern und Jugendlichen.
Die Methode
Die Grundidee ist „Erziehung durch Selbsterziehung“, d.h. Kinder und Jugendliche sollen ihrem Alter entsprechend Verantwortung für sich und ihre Umgebung übernehmen, sich mit ihrer Umwelt kritisch auseinandersetzten, ein Lebensziel definieren und darauf hinarbeiten. Pfadfinder haben traditionell einen hohen ethischen Anspruch (Stichwort „Pfadfinderehrenwort“), sie haben Achtung vor sich selbst und ihren Mitmenschen. Bereits die jüngste Altersstufe (6-10 Jahre) arbeitet weitgehend selbstständig. Dieses „learning by doing“ wurde von den Pfadfindern (Sir Robert Stephenson Smyth Baden-Powell, Gründer der Welpfadfinderbewegung 1907) erfunden und hat mittlerweile Eingang nicht nur in die Jugenderziehung, sondern auch in Berufsausbildung und Management-Training gefunden. Ebenso findet sich das Pfadfinderleben nun in „Erlebnis- und Outdoor-Pädagogik“ wieder, auch „Survival-Events“ boomen, für Pfadfinder sind das einfache Grundlagen der Pfadfinderei. Pfadfinder tragen weltweit Uniformen als Zeichen der Zusammengehörigkeit, die Uniformen und nationalen Abzeichen sind regional unterschiedlich, das Weltabzeichen international gleich.
Das Ziel
Das Ziel ist der mündige, verantwortungsvolle Mensch mit positiver Grundhaltung. Sekundärziel ist ein weltweites Netzwerk von befreundeten Jugendlichen, die nach dem gleichen ideal leben, sich mit Achtung und Respekt begegnen und daran arbeiten Frieden zu erhalten und Auseinandersetzungen friedlich und freundschaftlich zu lösen.
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